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8 Twitter Trends für 2016 Trends

Von Kit Smith am 24. November 2015

Das ist der erste Teil einer Blogpostserie, in der wir uns die Trends großer Sozialer Netzwerke für 2016 näher ansehen. Den Start machen wir mit Twitter.

Nach drei Monaten ohne Geschäftsführer ernannte Twitter seinen Gründer Jack Dorsey zum Vollzeit-CEO. Er kündigte große Veränderungen an, um dem langsamen Nutzerwachstum des Sozialen Netzwerkes entgegenzuwirken.

Vor kurzem stellte Dorsey Moments vor. Er sagte dazu, dass Moments Teil eines Puzzles ist, welches Twitter wesentlich besser machen wird und „viele weitere Puzzle-Teile werden im nächsten Jahr folgen.“

CFO Anthony Noto hatte kürzlich zugegeben, dass Twitter User vor allem Technikbegeisterte und Early Adopter sind und nicht die breite Masse, zu der Twitter einen Zugang bekommen muss.

Er beschrieb das Problem sehr ehrlich: „Nichtnutzer fragen sich weiterhin: Warum sollte ich Twitter nutzen? Und wenn sie auf die Plattform gehen, um es herauszufinden, lautet ihre Antwort oft: zu nutzerunfreundlich.“

Hier sind 8 Punkte, die sich 2016 ändern könnten:


1 – Den Mainstream anlocken


Twitter führte vor kurzem Likes und Moments ein.

Likes sind in der Social Media-Landschaft, als Facebook 2009 seinen omnipräsenten Daumen einführte, geläufig. Die Änderung scheint darauf abzuzielen, sich der gängigen Sprache anzupassen.

Mit Moments fällt es leichter, die Geschichten zu finden, die wichtig sind. Eine von Twitters Hauptstärken sind die auftauchenden Gespräche, sobald ein Ereignis passiert. Der, sich konstant aktualisierende, Informationsstream kann allerdings dazu führen, dass der Nutzer Gespräche verpasst, die für ihn interessant sind.

Twitter Moments

Im Jahr 2016 werden wir wahrscheinlich weitere Produkt-Updates sehen, die die breite Masse ansprechen.

Der Großteil des Twitter Contents ist sehr wertvoll, allerdings ist es eine Herausforderung, den richtigen Content an die richtigen Personen zur richtigen Zeit heranzutragen.

Wenn Twitter einen Weg finden kann, dieses Problem zu lösen, wird der Mainstream verstehen, warum die bisherigen Nutzer die Plattform lieben.


2 – Zugänglichkeit verbessern


Die oben genannten Veränderungen beziehen sich auf ein weiteres Problem: die Schwierigkeiten, die neue User beim Anmelden haben.

Jack Dorsey fragte vor kurzem Entwickler, wie Twitter verbessert werden könnte. Eine der am meisten angefragten Veränderungen ist die Verbesserung der Zugänglichkeit.

Mit der Verkündung einer überarbeiteten App für Mac, können wir vermutlich weitere Verbesserungen für den Web Client und die mobile App in 2016 erwarten.

Wichtiges zu finden, sollte für Nutzer einfacher sein. Eine Möglichkeit wäre, einige Features des eigenen Client Tweetdeck zu integrieren, damit die User eine flexiblere, personalisiertere Erfahrung genießen können.


3 – Veränderungen des Algorithmus


Die Oberfläche zu verändern ist eine Option, eine andere ist eine Änderung des Algorithmus.

Die letztere Lösung wäre langfristig gesehen die bessere für Twitter. Das könnte Twitter erlauben User Timelines zu kuratieren, auf die Art und Weise, wie es Facebook eine Weile getan hat.

Algorithmus

Das Kuratieren einer Timeline würde auf neue Nutzer abzielen und hätte gleichzeitig ein riesiges Potenzial zur Monetarisierung. So könnte schrittweise Content von Marken in die Timeline eingefügt werden, die für dieses Privileg Geld zahlen müssen.

Wenn Twitter diesen Weg einschlägt, muss das Unternehmen darauf achten, eine Balance zu halten.

Der Aufschrei, den so eine Änderung mit sich ziehen würde, fände vor allem auf Twitter selbst statt. Der uneingeschränkte und unbearbeitete Stream wird als wesentlicher Bestandteil von Twitter angesehen.


4 – Nutzer in der App halten


Ein verbreiteter Trend ist es, die Funktionalität der Social Media-Seite so zu verbessern, dass sich die Nutzer länger in der App aufhalten.

Facebook stellte dazu vor kurzem sein eigenes Video Hosting vor, um User davon abzuhalten, zu Youtube zu gehen und mit Instant Articles werden die Leute dazu animiert, den Content direkt auf der Plattform zu veröffentlichen.

Long-form Content könnte 2016 auch auf Twitter auftauchen. Im Mai wurde bekannt, dass Twitter im Gespräch ist, Flipboard, ein Social Magazin, für 1 Milliarde Dollar aufzukaufen.

Laut Fortune arbeitet Twitter daran, Möglichkeiten zu finden, wie Publisher und Medienunternehmen ihren Content direkt auf die Plattform posten können. Re/code geht einen Schritt weiter und regt an, dass sich Twitter und Google zusammenschließen, um eine Open Source Plattform zu erschaffen.

Das wird Auswirkungen auf den Social Referral Traffic der Marken-Webseiten haben, was aber nicht bedeutet, dass der Content weniger gelesen wird. Der schnellere Zugang zu Inhalten könnte stattdessen zu einem Anstieg der Views und des Engagements führen.


5 – Sales auf Twitter


Nach ersten Tests kündigte die Seite eine Funktion an, die es Retailern erlaubt, seine Produkte und digitalen Dienstleistungen mithilfe eines Buy Now Buttons zu verkaufen, der im Tweet erscheint.

Diese Funktion ist ein Teil von Twitters Monetarisierungsversuchen einschließlich Twitter Offers und Products and Places.

Diese Features sind gegenwärtig nur in den USA verfügbar, aber das sollte sich in naher Zukunft ändern. Twitter hat das große Potenzial, dass man mit Geolocation-Daten lokalisierten Content erstellen kann, die Werbung und Angebote von örtlichen Geschäften zeigen.

Ein Nutzer könnt am Morgen eine Werbeanzeige eines nahen Cafes sehen und abends nach der Arbeit einen Kinogutschein.

In 2016 wird das Volumen der Werbeanzeigen steigen, ebenso die Möglichkeiten, mit der sie vertrieben werden. Der Verkauf direkt über Twitter wird vereinfacht werden.


6 – Das Zeichenlimit anheben


Zu Beginn des Jahres wurde das 140-Zeichenlimit für Direktnachrichten abgeschafft und manche halten das für einen Test von Twitter, bevor das Limit auch für normale Tweets wegfällt.

Twitter Direktnachricht

Diese Veränderung hätte eine gewaltige Auswirkung auf das Netzwerk.

Es war eine der am meisten angefragten Änderungen, die Entwickler hatten, als man sie nach Vorschlägen zur Verbesserung befragte.


7 – Die Zukunft von Periscope


Twitters Live-Streaming Videoapp Periscope konnte innerhalb von vier Monaten 10 Millionen Nutzer aufzeigen.

Für ein Social Media Baby ist das sehr beeindruckend, aber kann es erwachsen werden? Es wird sich herausstellen, ob es von einem Nischenprodukt zu einem Produkt werden kann, das einen größeren Marktanteil erzielt.

Die Marken könnten dabei helfen, diese Zahlen zu erhöhen. Bereits in diesem frühen Stadium haben Marketers verschiedene Möglichkeiten für sich entdeckt, um auf Periscope neue und innovative Wege zu gehen.

Periscope

2016 werden die Nutzerzahlen sicherlich weiter steigen und das wird über kurz oder lang mehr und mehr Marken anziehen.

Gegenwärtig monetarisiert Twitter die Plattform nicht, sondern bietet lediglich Promoted Tweets an, mit denen der Livestream der Marken auf Periscope beworben werden kann.

Da sich auf Periscope ein neue und kostenloser Weg findet, Werbung zu betreiben, wird auch hier das Volumen der Werbung steigen.


8 – Das Wachstum von Vine


Vine, noch vor dem Launch in 2012 aufgekauft, hat gegenwärtig über 100 Millionen aktive User. Anstatt auf die Verbesserung des Produkts und steigende Nutzerzahlen zu setzen, könnte Twitter seinen Fokus auf die Monetarisierung legen.

Früher in diesem Jahr kaufte Twitter Niche auf, ein Startup, das Werbetreibenden dabei hilft, mit Influencern auf Vine und andere Plattformen zusammenzuarbeiten.

Das könnte ein früher Indikator dafür sein, dass wir 2016 bald Paid Ads auf Vine sehen werden.

Die Seite hat einen gesunden Nutzerstamm und dessen Wachstum sticht Twitter aus, daher könnte der Versuch daraus Geld zu schöpfen, bald realisiert werden.


Was halten Sie von unseren Twitter-Vorhersagen für 2016? Haben wir einen Aspekt vergessen?

Teilen Sie uns Ihre Twitter Trends in der Kommentarfunktion mit und checken Sie unseren Blog regelmäßig für die nächsten Teile unserer Social Media Trends-Serie.

Nächster Blogpost in dieser Serie: Facebook Trends 2016.



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Kit Smith

@Kit_Smith

Kit ist Content Writer und Marketingexperte. Wenn er seine Zeit nicht mit Recherchen zu Marketingthemen verbringt, dann reist er gerne in fremde Länder oder töpfert.