Mit Sozialen Daten die Keyword-Recherche verbessern Marketing

Von Kristian Bannister am 11. April 2016

In den vergangenen Jahren stieg das Bedürfnis nach vorhersehbaren Analysen in allen Branchen an.

Im Analyticsbereich reicht es nicht mehr, nur zu wissen, was bereits passiert ist. Moderne Marketingexperten benötigen Analysen, die Ihnen sagen, was passieren wird.

Das trifft vor allem auf den SEO-Bereich zu. Hier ist es wichtig vorhersagen zu können, was die Leute suchen, bevor sie diese Suche starten und damit der Konkurrenz nicht nur einen, sondern mehrere Schritte voraus zu sein.

Google hat viele Jahre damit verbracht, an seinem Algorithmus für eine bessere Vorhersage-Suche zu feilen.

Diese Dienstleistungen sind mittlerweile die Norm bei Google. Es fällt schwer sich an Zeiten zu erinnern, in denen Suchanfragen nicht automatisch vervollständigt wurden und Vorschläge angezeigt werden, während Sie etwas in das Suchfeld von Google eintippen.

Google Suchfeld

Vorhersagende Suchen helfen nicht nur dabei, dass Google den Nutzern relevantere Suchergebnisse anzeigt, es gibt außerdem einen interessanten (und manchmal auch unheimlichen) Einblick darüber, was die Welt denkt.


Der Status der vorhersehenden Suche

In den letzten Jahren verbesserte sich die vorhersagende Suche in Sachen Kontext und Absicht, teilweise der mobilen Suche, angetrieben von Google Now, zu verdanken.

Anstatt einfach nur Vorhersagen, basierend auf den gesammelten Suchdaten, zu präsentieren, hat Google eine Technologie entwickelt, die den Nutzern Antworten vorstellt, bevor diese überhaupt daran gedacht haben danach zu suchen.

„Google Now zeigt die wahren Möglichkeiten der vorhersagenden Suche. Der personalisierte Computer-Assistent kann Ihre Bedürfnisse und Wünsche vorhersagen.“
 
Megan Marrs, Wordstream


Die Bedeutung der vorhersehenden Suche für das Marketing

Im Marketingbereich ist es aktuell nicht ganz klar, wie aus der vorhersehenden Suche Nutzen geschlagen werden kann.

Google Trends eignet sich hervorragend dafür, um eine Echtzeit-Momentaufnahme darüber zu erhalten, was Personen an dem Tag suchen, aber das bereitet nicht darauf vor, was die Welt morgen suchen wird.

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Das Fehlen von robusten Insights aus der vorhersagenden Suche bedeutet, dass Marketers immer noch nur auf auftauchende Trends und Themen reagieren können.

Wir befinden uns gegenwärtig in einem Schwebezustand, in der die vorhersagende Suche eine wichtige Rolle darin spielt, wie Personen Produkte und Inhalte finden, aber die Daten stehen nicht zur Verfügung, um daraus Vorteile ziehen zu können.

Als Erster auf etwas zu reagieren kann immer noch seine Vorteile haben, aber sobald es auf der Startseite von Google Trends landet, ist es oft zu spät, um daraus einen Nutzen zu ziehen.

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Zum Glück gibt es eine weitere Datenquelle, die uns Einblicke darüber geben können, nach was die Welt vielleicht sucht: Sozialen Daten.

Wenn Suchmaschinen der Ort sind, um die Antworten zu finden, sind Social Seiten oft der Ort, an dem wir die Fragen finden, die wir stellen sollen.


Social Media für bessere Keyword-Recherche verwenden

In unserem kürzlich veröffentlichen Guide für die SEO- und Content-Strategie untersuchten wir, wie Social Listening die Keyword-Recherche verbessern und so für eine bessere Content-Strategie sorgen kann.

Eine der größten Stolpersteine für viele Keyword-Recherche-Tools auf dem Markt, einschließlich Google’s eigenes Keyword Planner Tool, ist, dass sie keine verlässlichen Daten für aufkommende Trends liefern können.

Ein Marketer, der im Februar 2015 ein Keyword-Tool verwendete, hätte in keinster Weise die Viralität von „The Dress“ erahnen können.

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Google Trends Daten für „The Dress“

Um auf den Zug von schnell auftauchenden Trends aufspringen zu können, müssen Marketingfachleute ihre Aufmerksamkeit auf den Ursprung der Geschichte lenken und in vielen Fällen sind die Sozialen Medien der Ort, an dem man suchen sollte.

Es ist für Publisher von höchster Bedeutung, als erstes von Trends wie „The Dress“ zu erfahren, die die Internet-Community aufrütteln.

Viele Suchalgorithmen fokussieren sich darauf, dafür zu sorgen, dass der neueste und relevanteste Content oben in der Suchrankingliste auftaucht.

Gleichermaßen gibt es Algorithmen, die dabei helfen, ursprüngliche Verleger oben zu halten, sobald andere auch auf den Trend aufspringen.

Social Listening Tools, wie Brandwatch, sind für Marken essentiell, die auf dem aktuellsten Stand über Trends bleiben müssen, um darauf basierend Content-Strategien und Marketing-Initiativen zu entwickeln.

Am wirkungsvollsten ist Social Listening für die Keyword-Recherche, wenn es auf eine bestimmte Community oder Nische angewandt wird.


Trends erkennen, die ansonsten unerkannt bleiben

In Brandwatch hilft das Signals Feature – eine vorhersagende Analyse in unserer Social Listening Technologie – Marketers dabei, aufkommende Trends im Web zu entdecken. Signals analysiert Soziale Daten in Echtzeit und hält nach Themen Ausschau, die außerhalb der Norm liegen.

Geschichten, die ihren Ursprung auf Social haben, geben oft Aufschluss darüber, was die Personen später suchen werden, um diese Story zu finden.

Wie bereits vorhin geschrieben, ist die schnelle Reaktion entscheidend und mit Signals haben Marken die Chance auf Trends reagieren zu können, bevor der Wettbewerb etwas davon mitbekommt.


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Einblicke erhalten, über was und wie das Publikum spricht

Social Listening zeigt nicht nur auf, nach was die Personen suchen, sondern auch wie sie suchen.

Jeder, der sich mit der Keyword-Recherche beschäftigt, weiß, dass die größten Chancen in Nischenbereichen liegen.

Eine der Probleme mit einem Keyword-Tool ist, dass es oft den Wert des Suchvolumens von Nischen unterschätzt. Social Listening eignet sich perfekt dazu, die Nischen in Themen zu finden, die von Keyword-Tools oft übersehen werden.

Da Social Listening die Daten von organischen Unterhaltungen bezieht, kann es außerdem Sprachunterschiede identifizieren, die Ihre Zielgruppe verwendet.

Für gezielteres Keyword-Targeting können Sie dann Ihren Content auf den Wortschatz Ihres Publikums anpassen und so Ihre Ansprache verbessern.


Eine datenreiche Welt für SEO

Nachdem Google 2011 „not provided“ ausrollte, gab es viel negatives Feedback aus der SEO-Branche.

Ein große Menge an Keyword-Daten, die einst für Marketingfachleute frei zur Verfügung stand, war nun versteckt. Seitdem haben sich die Suchmaschinen sehr weiterentwickelt und so auch die Praktiken, die mit SEO zusammenhängen.

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Es reicht nicht mehr, nur einfach einen Blick auf die historische Keyword-Performance zu werfen.

Auch wenn vorhersehende Keyword-Einblicke noch nicht leicht verfügbar sind, um sofort darauf reagieren zu können, sind wir in der glücklichen Position, dass so viele Publikums-Daten zur Verfügung stehen wie nie zuvor.

Diese Daten erreichen uns schneller mit immer reichhaltigeren Informationen, die nicht nur zeigen, nach was die Leute suchen, sondern wer sie sind, worüber sie sprechen und für was sie sich die restliche Zeit, in der sie online sind, begeistern können.

Die Keyword-Recherche ist nur ein Bereich, wie Social Listening das SEO unterstützen kann. Für mehr Einblicke werfen Sie einen Blick in unseren kostenlosen Report.

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Kristian Bannister

Kristian ist Senior Marketing Manager bei Pure360, einem Technologieunternehmen für Email Marketing. Er schreibt über das Kundenerlebnis, Verbraucherverhalten und Marketingthemen. Vorher arbeitete er bei Brandwatch.