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Kommentar: Warum Consumer Electronics-Marken emotionales Storytelling brauchen Marketing

Von Jon Mowat am 12. April 2017

Dies ist ein Gastartikel von Jon Mowat, MD und Gründer von Hurricane Media, einer Videoproduktionsagentur aus Bristol.

Die Welt der Home Electronics ist schnelllebig und überfüllt – praktisch täglich werden neue, bahnbrechende Technologien vorgestellt.

Erfolg hängt davon ab, die Consumer Electronics-Kunden aufzuspüren und zu binden, bevor es die Konkurrenz tut. Allerdings sorgt schon die bloße Anzahl der Wettbewerber dafür, dass man sich allzu schnell im Wirrwarr der Sozialen Medien verliert.

Allein auf YouTube sehen sich Hunderte Millionen Nutzer mehrere Stunden pro Tag Videos an – wobei die Zahl der Zuschauer sich in den letzten drei Jahren verdoppelt hat. Dieser Trend ist besonders ausgeprägt unter den Nutzern von Mobilgeräten. Hier hat sich der Videokonsum von 2014 auf 2015 verdoppelt und ist damit für die Hälfte aller Youtube-Views verantwortlich, wobei der durchschnittliche Mobile-Nutzer etwa 40 Minuten am Tag Videos anschaut.

Die Bedeutung eines Multi-Screen-Ansatzes ist Consumer Electronics-Vermarktern wohlbekannt. Doch wie gelingt es mit einer Konkurrenz von 96 % aller B2B-Organisationen, die Videoinhalte produzieren, die eigene Nachricht von der Masse abzuheben? Wie kann Ihre Marke das Publikum am besten erreichen?


Warum emotionales Storytelling wichtig ist

Statistiken zeigen, dass die Zuschauer zunehmend wählerischer geworden sind. 61 % Ihres Publikums werden das Video wegklicken, wenn sie mit der Qualität der Produktion insgesamt nicht zufrieden sind, einer von 4 Zuschauern klickt aufgrund mangelhafter Videoqualität weg.

Dies liegt größtenteils an den steigenden Standards beim mobilen Browsen, da 3G und WLAN zur Norm, und 4G baldige Zukunftsmusik geworden sind. Ihre Videoinhalte müssen Nutzer augenblicklich interessieren und fesseln, folglich müssen Ihre Inhalte eindrucksvoll und einprägsam sein.

Emotionales Storytelling vermittelt eine einfache, menschliche Botschaft auf einprägsame Weise.

Indem Sie die Botschaft Ihrer Marke in einer Story verpacken, können Sie Ihren Kunden zeigen, wie Ihr Produkt ihr Leben bereichern wird und einen einprägsamen Moment schaffen, an den sie sich erinnern werden.


Warum emotionales Storytelling funktioniert

Menschen lieben Geschichten und sie sind ein wichtiger Teil unserer Kultur: Von heiligen Schriften bis hin zu Blockbustern und Märchen – die Idee einer Erzählung ist zentraler Bestandteil der menschlichen Lebensweise und wir suchen in allem, was wir sehen, eine Geschichte.

Wenn Sie Ihre Markenbotschaft nun als Geschichte verpacken, nutzen Sie diesen tiefgehenden Instinkt aus und schaffen ein einprägsames und teilbares Erlebnis. Starke Einzelbotschaften haben ebenfalls einen wesentlich größeren Effekt als mehrere schwache, da das menschliche Erinnerungsvermögen aus emotional intensiven Momentaufnahmen besteht.


Eine menschliche Geschichte für Ihre Marke kreieren

Zu demonstrieren, wie Ihr Produkt das Leben des Eigentümers verbessern kann, ist extrem wichtig für Consumer Electronics-Unternehmen, da deren Produktdetails oft ziemlich banal sind. Zum Beispiel ist es nicht besonders einprägsam, wenn Sie den Kunden sagen, dass Ihr neuer Prozessor schneller ist als der alte – diese Information wird praktisch sofort vergessen. Wenn Sie aber schnellere Ladezeiten und den daraus resultierenden Freizeitgewinn anschaulich darstellen, wird daraus eine Nachricht, mit der sich jeder leicht identifizieren kann.

Es ist entscheidend, genau zu verstehen, was Ihr Publikum braucht und wünscht, um eine relevante Botschaft zu kreieren; zunächst muss Ihre Marke begreifen, wer ihre Kunden sind, erst dann gelingt der Verkauf!


Emotionales Storytelling im Bereich Consumer Electronics

Der Meister des emotionalen Storytelling im Werbebereich ist Apple. Apples Marketingkampagnen betonen den täglichen Nutzen und die Ästhetik der Produkte und veranschaulichen, wie die Eigentümer konkret davon profitieren.

Nehmen Sie die Werbung für das iPhone 6s: Informationen werden zwar vom Erzähler vermittelt, doch die Auswirkungen jedes Produktmerkmals werden durch Geschichten untermauert – wir sehen Freunde, die zusammen Musik hören, sich durch Nachrichtenseiten klicken und beim Sport rasch zwischen diversen Apps hin- und herwechseln. All diese Menschen sind identifizierbare Charaktere/Gesichter, die die Apple-Markenbotschaft vermitteln.

Indem Apple die Eigenschaften des iPhones durch den Einsatz identifizierbarer Charaktere zugänglich macht, schafft die Marke eine emotionale Reaktion beim Publikum, die stark und nachhaltig ist.

Virgin verfolgt eine ähnliche Strategie mit seinem Spot zum neuen Virgin Pure T7 Wasserfilter, der darstellt, wie dieser zum wichtigen Bestandteil des Familienalltags wird.

Produktfeatures werden in den normalen Tagesverlauf integriert dargestellt, vom heißen Wasser für den Morgenkaffee bis zum eisgekühlten Erfrischungsgetränk für das Jogging. Mit diesem Vorgehen wird auf sofort nachvollziehbare Weise verdeutlicht, wie der Wasserfilter den Lifestyle der Nutzer ergänzt und verbessert.
Consumer Electronics-Unternehmen müssen sich etwas einfallen lassen, um die menschliche Seite ihrer Produkte hervorzuheben. Sie brauchen starke Werbung, die sich von den anderen Inhalten abhebt und die Kunden begeistert. Weitere Informationen darüber, wie Sie emotional wirksame Geschichten kreieren, finden Sie in unserem Video Marketing Guide.


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Jon Mowat

Jon Mowat ist MD und Gründer von Hurricane Media, einer Videoproduktionsagentur aus Bristol. In der Verfilmung seines Lebens würde ihn Macaulay Culkin spielen.