{"id":40638,"date":"2015-02-19T11:03:09","date_gmt":"2015-02-19T09:03:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.brandwatch.com\/de\/?p=40638"},"modified":"2025-08-12T10:00:04","modified_gmt":"2025-08-12T08:00:04","slug":"es-gibt-kein-schlechtes-wetter-es-gibt-nur-schlechtes-marketing","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brandwatch.com\/de\/blog\/es-gibt-kein-schlechtes-wetter-es-gibt-nur-schlechtes-marketing\/","title":{"rendered":"Es gibt kein schlechtes Wetter &#8211; es gibt nur schlechtes Marketing!"},"content":{"rendered":"<p>Das Wetter an sich ist kein ernstes Thema. Eher ein F\u00fcll-Thema, wenn man Small-Talk betreibt oder sonst nichts zu sagen hat. Denkt man\u2013 ist aber falsch. Denn das Wetter hat die Macht, \u00fcber den Erfolg einer Online Kampagne zu entscheiden. Vor allem im Winter!<!--more--><\/p>\n<hr \/>\n<p>Diese vage Theorie, die uns von <a href=\"http:\/\/www.icrossing.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">iCrossing<\/a> eines Tages auf der Dachterrasse bei einem kurzen Branchen-Gepl\u00e4nkel ihren Ursprung fand, haben wir uns im Detail angeschaut. Denn, dass das Wetter tats\u00e4chlich solch eine enorme Macht \u00fcber das sonst datengetriebene Internet haben soll, war durchaus lange Diskussionsstoff.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Unsere Theorie:<\/strong> Es gibt die meteorologisch &#8222;richtigen&#8220; Phasen f\u00fcr Online Marketing-Kampagnen<\/li>\n<li><strong>Unser Pr\u00fcfgegenstand:<\/strong> Wintersportartikel innerhalb der Wintersaison<\/li>\n<li><strong>Unsere Pr\u00fcfmittel:<\/strong> Monitoring- &amp; Analysetools in Kombination mit den Wetterdaten<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bei der Ausgangssituation sind wir uns alle einig: Das Online Marketing-Business entwickelt sich immer mehr zu einem Live-Broadcasting-Kanal durch die diversen Monitoring Tools. Die Echtzeitdaten, die wir, anders als bei den herk\u00f6mmlichen analogen Medien (Print, Radio, TV) erhalten, liefern essenzielle Informationen \u00fcber Zielgruppen, Suchabfragen oder auch das Diskussionsvolumen bestimmter Themengebiete. Je mehr relevante Daten vorliegen und sinnvoll analysiert werden, desto einfacher ist es, die demografischen Gegebenheiten und Ver\u00e4nderungen in Echtzeit in die digitale Marketing-Kampagne einflie\u00dfen zu lassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Folgende Fragen haben wir uns also gestellt und untersucht:<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>1. Wann sprechen die Leute online \u00fcber Wintersportartikel?<br \/>\n2. Wann suchen potenzielle Kunden online nach Wintersportartikeln?<br \/>\n3. Und wie waren zu genau diesen Zeitpunkten die Schneeh\u00f6hen in den Alpen?<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Uns ist nat\u00fcrlich klar, dass bei 30\u00b0 im Schatten kein Mensch nach Wintersportartikeln sucht. Dazu brauchen wir weder Brandwatch, noch einen besonders hellen Analytiker-Kopf. Aber die Frage, die wir uns stellen ist: Gibt es Peaks innerhalb der Winter-\/Schnee- und Skisaison und wenn ja, wann genau?<\/p>\n<hr \/>\n<h3>1. Wann sprechen die Leute online \u00fcber Wintersportartikel?<\/h3>\n<hr \/>\n<p>Mit Hilfe des Social Monitoring-Tools <a href=\"https:\/\/www.brandwatch.com\/de\/brandwatch-analytics\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Brandwatch Analytics<\/a> identifizieren wir zun\u00e4chst alle branchenrelevanten Keywords. Nach diesen Keywords lassen wir dann in Artikeln auf Blogs, News, Review, Foren, Social Kan\u00e4len und Online-Magazinen suchen. Und genau diese Ergebnisse machen wir f\u00fcr uns nutzbar, denn sie zeigen uns, wann die Mentions (Erw\u00e4hnungen bestimmter Keywords) im Zeitraum von Oktober 2013 bis Oktober 2014 im World Wide Web stattfanden.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.brandwatch.com\/de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Wintersport-im-Zeitverlauf.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-40646\" src=\"https:\/\/www.brandwatch.com\/de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Wintersport-im-Zeitverlauf.jpg\" alt=\"Wintersport im Zeitverlauf\" width=\"771\" height=\"401\" \/><\/a><br \/>\n<em>Betrachtungszeitraum von 1.Oktober 2013 bis 1.Oktober 2014<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Findings: Ab Mitte Oktober steigt das Interesse an Wintersportthemen, p\u00fcnktlich zum offiziellen Saisonstart \u2013 genau wie es von der Branche forciert wird. Die relevanten Keywords tauchen vermehrt auf und die Anzahl steigert sich kontinuierlich bis zu dem Peak Mitte Februar. Kein Wunder, denn in genau diesem Zeitraum tauchen auf allen Social Media Plattformen die Ski- und Winterbilder oder auch GoPro-Videos von denen auf, die sich genau in diesem Zeitraum in den Bergen aufhalten. Allerdings darf man die Daten nicht aus dem Kontext heraus betrachten, denn die geringen Schneeh\u00f6hen der 13\/14-Saison schieben die Aktivit\u00e4ten der User zunehmend auf das Ende der Saison oder eben auf die Folgende. Dass der Peak Mitte Februar stattfindet, ist daraufhin zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass die Mehrzahl von Reise- und Erfahrungsberichten sowie Produkttests, Ski-Urlaub Diskussionen oder Beratung zum Skikauf auf den Blogs, Fachmedien oder Social Media-Plattformen erst zu diesem Zeitpunkt live gehen.<\/p>\n<p>Unsere ad-hoc Empfehlung: Fish where the fish are! Kampagnen f\u00fcr SEO, Social Media, Display &amp; SEM sollten gezielt in den hochfrequentierten Monaten ablaufen, um den maximal gew\u00fcnschten Outcome erreichen zu k\u00f6nnen. Mit anderen Worten: Das branchen\u00fcbliche Grundrauschen sollte nicht durchg\u00e4ngig gleich, sondern den Online-Aktivit\u00e4ten der Interessierten angepasst sein. Man bedenke, dass Werbung zum sp\u00e4teren Zeitpunkt in der Saison auf fachspezifischen Seiten definitiv mehr Wirkung und R\u00fccklauf zur Folge hat, denn genau dort bewegt sich dann auch die relevante Zielgruppe. Streuverluste im Targeting sind auf diesem Wege einfach zu vermeiden, sodass die Messages an die richtigen Empf\u00e4nger adressiert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<hr \/>\n<h3>2. Wann suchen potenzielle Kunden online nach Wintersportartikeln?<\/h3>\n<hr \/>\n<p>Mit Hilfe von Googles Keyword Planner l\u00e4sst sich bei dieser Frage ein \u00e4hnlicher Trend ermitteln. Das Interesse steigt ab dem Monat November, wobei Januar und Februar ganz klar f\u00fchren:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.brandwatch.com\/de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Google-Keyword-Planner-Grafik.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-40647\" src=\"https:\/\/www.brandwatch.com\/de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Google-Keyword-Planner-Grafik.jpg\" alt=\"Google Keyword Planner Grafik\" width=\"764\" height=\"364\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Quelle: <a href=\"https:\/\/adwords.google.de\/KeywordPlanner\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Google Keyword Planner<\/a><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Findings: Die Google Daten decken sich mit den Findings von Brandwatch. Online suchen potenzielle Kunden tats\u00e4chlich erst ab Dezember und besch\u00e4ftigen sich ab dann bis Februar aktiv mit dem Kauf der Ausr\u00fcstung oder eben der Suche nach dem richtigen Shop.<\/p>\n<p>Unsere ad-hoc Empfehlung: Timing, timing, timing! Nat\u00fcrlich beginnt das Interesse an Wintersportartikeln im Oktober, aber der Peak ist im Januar. Daher ist es wichtig, das Budget f\u00fcr SEO &amp; SEM Kampagnen langfristig zu planen.<\/p>\n<hr \/>\n<h3>3. Und wie waren zu genau diesen Zeitpunkten die Schneeh\u00f6hen in den Alpen?<\/h3>\n<hr \/>\n<p>Im Winter werden Schals gekauft und im Sommer die Badehosen. Das sagt das generelle Allgemeinwissen \u2013 unter anderem auch in bei den Marketeers dieser Branche. Doch dem ist nicht ganz so. Es ist ein wenig komplizierter oder besser gesagt ein feinf\u00fchligeres Business. Denn, wenn es um die Planung einer Online Marketing-Kampagne geht, sollten nicht nur die \u00fcblichen Verd\u00e4chtigen in Betracht gezogen werden, sondern eben auch historische oder branchenrelevante Daten, die den gr\u00f6\u00dften Einfluss haben. Denn Wintersportartikel sind ohne Schnee nutzlos, womit Marketingaktionen, ob on- oder offline zwecklos sind. Und genau deswegen haben wir uns die Schneeh\u00f6hen der Alpen genauer angeschaut \u2013 mit einem faszinierenden Ergebnis\u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.brandwatch.com\/de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Wetter-Grafik.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-40648\" src=\"https:\/\/www.brandwatch.com\/de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Wetter-Grafik.jpg\" alt=\"Wetter Grafik\" width=\"768\" height=\"426\" \/><\/a><br \/>\n<em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.wetteronline.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.wetteronline.de<\/a><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Findings: Die Dokumentationen der Schneeh\u00f6hen zeigt, dass der Dezember gen\u00fcgend Schnee hatte, um die Skisaison tats\u00e4chlich ins Rollen zu bringen, die dann ab Anfang Februar in die Hochphase kam. Genau diese Zeitr\u00e4ume sind auch die Wochen, in denen der Gro\u00dfteil des Contents zum Thema Wintersport live ging (siehe Ergebnisse von Brandwatch). Es gibt also einen eindeutigen Zusammenhang zwischen den Schneeh\u00f6hen, sprich dem Wetter, und den Onlineaktivit\u00e4ten der Skifans. Man kann sogar ziemlich genau sehen: Die Onlinewelt wird genau dann zum Thema Wintersport aktiv, sobald die Schneeh\u00f6hen nach oben gehen!<\/p>\n<p>Unsere ad-hoc Empfehlung: Wie sagte man fr\u00fcher im Mathematikunterricht?! \u201eWas zu beweisen war!\u201c Die Datenerhebungen untermauern unsere Theorie, dass es im World Wide Web identifizierbare Trends gibt oder auch Nachfragen entstehen \u2013 im Zusammenhang mit dem Wetter. Indem wir auch die \u00e4u\u00dferen Einfl\u00fcsse in Betracht gezogen haben, bekommen unsere erhobenen Daten einen neuen Bezug, der zu einem besseren Erfolg von Kampagnen f\u00fchren kann. Wenn man es denn ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<hr \/>\n<h3>Fazit<\/h3>\n<hr \/>\n<p>Auch, wenn die Kampagnenplanungen fr\u00fchzeitig begonnen werden sollten, kann man die Echtzeitereignisse \u2013 wie Wetter oder aktuelle Geschehnisse \u2013 nicht au\u00dfer Acht lassen. Ist ja auch logisch, wie das hier aufgef\u00fchrte Beispiel mit den Schneeh\u00f6hen im Bezug auf Wintersportartikel zeigt. Zumal wir ja auch selber die Vergleichsparameter ausw\u00e4hlen und interpretieren konnten\u2026 !<\/p>\n<p>Generell ist diese kurze Studie ein klarer Beweis, wie wichtig es ist, stetig an dem idealen Timing zu feilen oder auch offen f\u00fcr variable Kampagnenstarts zu bleiben. Wetter hin oder her, jede Branche hat Gegebenheiten, die das Interesse oder Kaufverhalten von potenziellen Kunden beeinflusst. Und die d\u00fcrfen nicht vergessen werden! Auch, wenn das erst der Anfang unserer eigentlichen Arbeit ist. Denn mit den hier aufgef\u00fchrten Ergebnissen hei\u00dft es nun, einen noch tieferen Blick hinter die Kulissen zu werfen, der f\u00fcr das Thema Wintersportartikel relevanten Seiten, Autoren, Themen und zugeh\u00f6rigen Zielgruppen zum Vorschein bringt, die wiederum eine Basis daf\u00fcr sind, das digitale Ecosystem f\u00fcr (Wintersport)Marken aufzubauen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Dieser Artikel erschien zuerst auf iCrossing: <a href=\"http:\/\/www.icrossing.de\/talblick\/digital-marketing-wintersport-wetter\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;Es gibt kein schlechtes Wetter &#8211; es gibt nur schlechtes Marketing!&#8220;<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<h3>Informationen zum Autor:<\/h3>\n<hr \/>\n<p><a href=\"https:\/\/twitter.com\/danielgschaider\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Daniel Gschaider<\/a> ist als Digital Communication Strategist bei <a href=\"http:\/\/www.icrossing.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">iCrossing<\/a> einer der Excel-Herren, der Sinn und Zweck in die unterschiedlichsten Datens\u00e4tze bringt. Dabei ist es egal, ob er Wetterdaten, Klickzahlen oder Social Media Reportings auswertet. Er bringt Sinn, Ordnung und Verstand in Datenw\u00fcsten und erstellt so datenbasierte Digital Marketing Strategien f\u00fcr unterschiedlichste Brands, wobei seine private Leidenschaft des Skifahren und Bergsports zum absoluten Spezialisten in diesem Vertical macht. Seine fachliche Expertise hat er unter anderem in diversen Social Media Agenturen, aber auch in der Industrie im Bereich Digital Marketing gesammelt.<\/p>\n<hr \/>\n<hr \/>\n<p><strong>Nachweis Titelfoto:<\/strong> \u00a9 <a href=\"http:\/\/de.fotolia.com\/id\/60105056\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dell<\/a> &#8211; Fotolia.com<\/p>\n<hr \/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Wetter an sich ist kein ernstes Thema. Eher ein F\u00fcll-Thema, wenn man Small-Talk betreibt oder sonst nichts zu sagen hat. Denkt man\u2013 ist aber falsch. 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