{"id":59102,"date":"2017-10-23T14:15:37","date_gmt":"2017-10-23T12:15:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.brandwatch.com\/de\/?p=59102"},"modified":"2025-08-12T12:42:07","modified_gmt":"2025-08-12T10:42:07","slug":"was-ist-dark-social-und-wie-kann-es-getrackt-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brandwatch.com\/de\/blog\/was-ist-dark-social-und-wie-kann-es-getrackt-werden\/","title":{"rendered":"Was ist Dark Social und wie kann es getrackt werden?"},"content":{"rendered":"<p>Dark Social Traffic ist Datenverkehr, der von privaten Social-Kan\u00e4len wie E-Mails und Messenger Apps kommt. Analysetools sind daher nicht in der Lage, die wahre Quelle zu tracken und klassifizieren ihn f\u00e4lschlicherweise oft als &#8222;direct Traffic&#8220;.<\/p>\n<p>Das kann ein Problem sein. Je mehr wir \u00fcber unseren Traffic wissen, desto besser k\u00f6nnen wir erkennen, wie gut unsere Seite dort drau\u00dfen ankommt. Wenn 20 % Ihrer Sales von dieser &#8222;Direktquelle&#8220; ohne jeglichen Kontext stammen, k\u00f6nnen Sie nicht wirklich viel unternehmen.<\/p>\n<p>Welche Sozialen Plattformen senden also Traffic, der als &#8222;direct&#8220; verbucht wird? Die Hauptverursacher sind:<\/p>\n<ul>\n<li>E-Mails<\/li>\n<li>Textnachrichten\/SMS<\/li>\n<li>Messaging Apps wie WhatsApp und Signal<\/li>\n<\/ul>\n<p>Was ist die L\u00f6sung des Problems?<\/p>\n<hr \/>\n<h2>Wie Dark Social Traffic getrackt werden kann<\/h2>\n<p>Grunds\u00e4tzlich gibt es im Augenblick keine Chance, 100 % des Dark Social Traffic zu tracken. Wir greifen haupts\u00e4chlich auf fundierte Analysen oder Taktiken zur\u00fcck, um diesen Mangel an Daten zu begrenzen. Doch zu den Grenzen der jeweiligen Ans\u00e4tze kommen wir nachfolgend.<\/p>\n<hr \/>\n<h3>Google Analytics (GA)<\/h3>\n<p>Es gibt einige Kniffe in GA, die Ihnen helfen, eine Vorstellung von der Menge Ihres Dark Traffic zu bekommen.<\/p>\n<p>Beginnen wir damit, warum eigentlich der Traffic von WhatsApp oder Ihren E-Mails als \u2018direct\u2019 klassifiziert wird. Direct Traffic bezeichnet eigentlich, wenn jemand direkt und aus eigenem Antrieb Ihre Seite besucht. Dies geschieht, indem man beispielsweise eine URL in die Adresszeile eingibt oder auf ein gespeichertes Lesezeichen klickt.<\/p>\n<p>Aufgrund der Funktionsweise behandelt GA nun einen Link, auf den Sie in einer E-Mail oder Messenger App klicken, ebenso wie eine eingetippte URL. Allerdings gibt es URLs wie die Folgende, die wohl niemand per Hand eintippt:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>https:\/\/www.brandwatch.com\/blog\/react-hurricane-harvey-joel-osteen-and-a-social-storm-of-disappointment\/<\/strong><\/p>\n<p>Basierend auf dieser Annahme k\u00f6nnen wir die Menge des Dark Social Traffic schon ein wenig besser einsch\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Beginnen Sie, indem Sie ein Segment in GA erstellen, das ausschlie\u00dflich Direct Traffic enth\u00e4lt. Dann schlie\u00dfen Sie Seiten aus, die eventuell eingetippt wurden oder die wahrscheinlich Lesezeichen sind. Dazu geh\u00f6ren vielleicht auch Ihre Homepage, Kontaktseiten und \u00c4hnliches.<\/p>\n<p>Hier unser Beispiel:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-59104 size-full\" src=\"https:\/\/www.brandwatch.com\/de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Screen-Shot-2017-09-07-at-13.12.11.png\" alt=\"\" width=\"917\" height=\"843\" \/><\/p>\n<p>Wir haben den Direct Traffic im \u2018Traffic Sources\u2019 Tab erfasst. Im Conditions Tab haben wir 2 Filter eingerichtet, die den Traffic zu bestimmten Seiten herausfiltern (hier nur ein Muster unserer ausgeschlossenen Seiten). Welche Sie verwenden, liegt an Ihnen und Ihrer Einsch\u00e4tzung.<\/p>\n<p>Sie werden feststellen, dass wir bei den meisten nur Traffic von wiederkehrenden Besuchern ausschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Dies tun wir, weil es sich um Seiten handelt, bei denen es unwahrscheinlich ist, dass jemand sie direkt eintippt, die aber von einem Benutzer einfach wieder direkt aufgerufen werden k\u00f6nnen. So k\u00f6nnte es sein, dass jemand eine Seite \u00fcber Signal erh\u00e4lt und mithilfe seines Suchverlaufs dorthin zur\u00fcck navigiert, wenn es n\u00f6tig ist.<\/p>\n<p>Was Sie in Ihren Filter &#8222;wiederholte Besucher&#8220; aufnehmen sollten, m\u00fcssen Sie selbst ausprobieren. Experimentieren Sie einfach ein wenig und schauen Sie, was funktioniert.<\/p>\n<p>Unterschiedliche Seitentypen erfordern unterschiedliche Ans\u00e4tze. Eine Rezeptseite muss beispielweise bedenken, dass ihr Direct Traffic wohl auch etliche als Lesezeichen markierte Rezepte zusammen mit Dark Social-Beitr\u00e4gen enth\u00e4lt.<\/p>\n<p>Wenn Sie Ihr Segment erstellt haben, sehen Sie in etwa, wie viel Traffic m\u00f6glicherweise von Dark Social-Quellen stammt.<\/p>\n<p>Keine perfekte L\u00f6sung, jedoch definitiv neue Erkenntnisse. Denken Sie daran, ein wenig zu experimentieren, welche Seiten bei Ihnen enthalten sein sollten. Manche schleichen sich n\u00e4mlich immer wieder ein.<\/p>\n<hr \/>\n<h3>Tracking Codes und Share Buttons<\/h3>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-59105 size-full\" src=\"https:\/\/www.brandwatch.com\/de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/share-buttons-two.jpg\" alt=\"\" width=\"780\" height=\"350\" \/><\/p>\n<p>Wenn Nutzer Ihre Inhalte netterweise auf WhatsApp teilen, sollten Sie es ihnen noch einfacher machen und gleichzeitig Ihre Tracking-Chancen erh\u00f6hen! Eine Win-Win-Situation.<\/p>\n<p>Das Hinzuf\u00fcgen von Share Buttons f\u00fcr mehr Plattformen schl\u00e4gt zwei Fliegen mit einer Klappe. Zun\u00e4chst einmal erleichtern Sie den Prozess f\u00fcr Menschen, die Ihre Inhalte teilen, und dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen Sie diese Buttons nutzen, um den Links Tracking Codes hinzuzuf\u00fcgen. Schon kommt Licht ins Dunkel!<\/p>\n<p>Falls Sie sich nicht mit Tracking Codes auskennen, die sind ziemlich einfach gestrickt. Wenn Sie sie noch nicht nutzen, dann sollten Sie schleunigst damit anfangen. F\u00fcr unser Beispiel nutzen wir Googles Tracking Codes, um die M\u00f6glichkeiten aufzuzeigen.<\/p>\n<p>Hier eine Blog-URL:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>brandwatch.com\/blog\/nhs-social-data\/<\/strong><\/p>\n<p>Wenn Sie diese nun auf Twitter teilen und jemand darauf klickt, sollte GA automatisch das Medium &#8222;Social&#8220; und die Quelle &#8222;Twitter&#8220; klassifizieren.<\/p>\n<p>Das Problem ist, dass Google manchmal Fehler macht &#8230; nun k\u00f6nnte jemand den Link aus Twitter nehmen und ihn in einem Forum posten. Schon wird jeder daraus resultierende Traffic als &#8222;referral&#8220; markiert, obwohl die orignale Quelle &#8222;social&#8220; war. Es h\u00e4ngt von Ihrem Ansatz ab, ob dieses das richtige oder falsche Ergebnis ist.<\/p>\n<p>Mithilfe von Tracking-Codes setzen Sie Googles R\u00e4tselraten ein Ende und geben GA genau an, woher der Datenverkehr kommt.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen dar\u00fcber hinaus extra Details hinzuf\u00fcgen, wie etwa Kampagnennamen, um unser Tracking weiter zu verbessern.<\/p>\n<p>Mit Googles eigenem\u00a0<a href=\"https:\/\/ga-dev-tools.appspot.com\/campaign-url-builder\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Campaign URL Builder<\/a> k\u00f6nnen wir Folgendes erstellen:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>brandwatch.com\/blog\/nhs-social-data\/?utm_source=twitter&amp;utm_medium=social&amp;utm_campaign=data_blogs<\/strong><\/p>\n<p>Wenn GA jemanden trackt, der diese URL aufruft, werden die Daten nun entsprechend klassifiziert. So wird das Reporting wesentlich pr\u00e4ziser.<\/p>\n<p>Die Teilen-Buttons, die wir zuvor erw\u00e4hnt haben, k\u00f6nnen wir nutzen, um dieses Tracking zu einem Link hinzuzuf\u00fcgen. Wenn wir WhatsApp als Beispiel nehmen, k\u00f6nnte das so aussehen:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>brandwatch.com\/blog\/nhs-social-data\/?utm_source=whatsapp&amp;utm_medium=social&amp;utm_campaign=data_blogs<\/strong><\/p>\n<p>GA w\u00fcrde nun den Traffic zu dieser URL mit dem Medium &#8222;Social&#8220;, der Quelle &#8222;Whatsapp&#8220; und einer Kampagne &#8222;Data_Blogs&#8220; versehen.<\/p>\n<p>Sie k\u00f6nnen also nach Wunsch individualisieren und hinzuf\u00fcgen, was Sie m\u00f6chten.<\/p>\n<p>Die Vorbehalte gegen\u00fcber dieser Methode liegen auf der Hand. Zun\u00e4chst verwendet jemand vielleicht die Teilen-Buttons nicht oder es gibt keinen f\u00fcr die eine Plattform, auf der er den Inhalt teilen m\u00f6chte. Zweitens k\u00f6nnen Nutzer immer den Code einer URL abschneiden, wenn sie das m\u00f6chten.<\/p>\n<p>Ebenso wie unser Dark Social-Segment ist die L\u00f6sung nicht perfekt, doch sie hilft uns schon ein St\u00fcck weiter. Selbst wenige pr\u00e4zisere Daten sind hilfreich. Kombiniert man die beiden Ans\u00e4tze, ist man schon ziemlich weit gekommen.<\/p>\n<hr \/>\n<h3>Brandwatch<\/h3>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-59106 size-large\" src=\"https:\/\/www.brandwatch.com\/de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Screen-Shot-2017-09-07-at-17.11.24-1024x387.png\" alt=\"\" width=\"940\" height=\"355\" \/><\/p>\n<p>Brandwatch trackt Dark Social Traffic nicht gezielt, doch Sie k\u00f6nnen das Tool nutzen, um eine unklare Quelle aufzudecken.<\/p>\n<p>Mit Brandwatch k\u00f6nnen Sie Queries einrichten, um Ihre eigenen Inhalte, Mentions Ihrer Marke und was immer Sie m\u00f6chten zu tracken. Abgesehen davon, dass Social Media Monitoring viele Vorteile bringt, kann es Ihnen Einblicke in das Ausma\u00df Ihres Dark Social Traffic geben.<\/p>\n<p>Zum Beispiel suchen Sie mit Ihrem Dark Social-Segment in GA und entdecken eine ausgepr\u00e4gte Spitze im Volumen des wertvollen Verkehrs, der Ihre Seite erreicht. Die Konversionsraten sind gut und Sie wissen, dass es wichtig ist, an die Quelle zu kommen.<\/p>\n<p>Also gehen Sie in <a href=\"https:\/\/www.brandwatch.com\/de\/brandwatch-analytics\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Brandwatch Analytics<\/a> und suchen nach Mentions des bestimmten Inhalts. Rund um den Zeitraum der Volumensspitze hat \u2013 halten Sie sich fest \u2013 jemand Ihren Blogpost in einen Subreddit auf Reddit gestellt, er wurde hochgew\u00e4hlt und die Abonnenten versenden ihn scheinbar an Freunde weiter.<\/p>\n<p>Nun wissen Sie, wo der Erfolg herkommt und Sie haben eine Community relevanter Personen identifiziert, mit denen Sie Engagement betreiben oder denen Sie Werbung senden k\u00f6nnen. Und Sie haben nur ein paar Minuten forschen m\u00fcssen. Das bedeutet, dass selbst wenn Ihr URL Tag entfernt wird, Sie immer noch verfolgen k\u00f6nnen, wo die Quelle liegt.<\/p>\n<p>[bw_also_like id=&#8220;51432&#8243; title=&#8220;Das k\u00f6nnte Ihnen gefallen:&#8220; button_text=&#8220;Blogpost lesen&#8220;]<\/p>\n<hr \/>\n<h2>Warum ist Dark Social wichtig?<\/h2>\n<p>Wir haben es schon kurz angesprochen, doch wir m\u00f6chten noch einmal ausdr\u00fccklich betonen, wie wichtig Dark Social Traffic sein kann.<\/p>\n<p>RadiumOne behauptet, dass Endnutzer die Inhalte von den Websites der Hersteller und Marketer zu 84 % \u00fcber private, Dark Social-Kan\u00e4le wie E-Mail und Instant Messaging teilen. \u00b9<\/p>\n<p>Das ist nat\u00fcrlich ein riesiger Anteil. Hier gibt es naturgem\u00e4\u00df Unterschiede von Seite zu Seite, also m\u00fcssen Sie keine Sorgen machen, dass Sie nur 15 % des Traffics richtig tracken. RadiumOnes Methodologie ist nicht absolut wasserdicht, doch sie zeigt, dass man Dark Social Traffic nicht einfach abschreiben darf.<\/p>\n<p>Und dabei z\u00e4hlt nicht nur das Volumen. Dark Social Traffic kann zudem sehr wertvoll sein. Beispielsweise beobachten wir auf unserer eigenen Seite eine h\u00f6here Konversionsrate mit Dark Traffic. Das macht Sinn, da Sie Artikel mit Menschen teilen, von denen Sie wissen, dass sie interessiert sind. Das ist Hyper-Targeting, das Marken allein gar nicht erreichen k\u00f6nnen. Der Report von RadiumOne unterst\u00fctzt dies ebenfalls.<\/p>\n<p>Und nat\u00fcrlich ist ein tiefgehendes Verst\u00e4ndnis der Daten einer Seite immer wichtig f\u00fcr die Optimierung und Verbesserung.<\/p>\n<p>So sieht das aus. Auf die Pl\u00e4tze. Fertig. Tracking!<\/p>\n<p>[bw_banner_cta button=&#8220;Demo anfordern&#8220; type=2 url=&#8220;https:\/\/www.brandwatch.com\/de\/demo\/&#8220; title=&#8220;Mehr Insights erhalten&#8220; image=&#8220;https:\/\/www.brandwatch.com\/de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Analytics-Dashboard.png&#8220;]Mit Brandwatch Analytics k\u00f6nnen<br \/>\nSie wertvolle Einblicke aus Social Data gewinnen. Finden Sie heraus, warum wir die Expertenwahl sind.[\/bw_banner_cta]<\/p>\n<p>\u00b9RadiumOne (2016, September). <a href=\"https:\/\/radiumone.com\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/RadiumOne-Dark-Social-White-Paper.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">The Dark Side of Mobile Sharing.<\/a> Retrieved September 7, 2017<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dark Social Traffic ist Datenverkehr, der von privaten Social-Kan\u00e4len wie E-Mails und Messenger Apps kommt. 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