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Veröffentlicht 2. November 2020

Social-Media-Analyse: Menschen haben das Jahr 2020 satt

In diesem Jahr gibt es keine Pause von großen und betrüblichen Ereignissen, vor allem wenn man das Jahr mit den Vorjahren vergleicht.

Viele stehen in diesem Jahr unter Stress und drücken entsprechend ihre Gefühle auf Social Media aus.

Aber wie überdrüssig sind wir dieses Jahr im Vergleich zu den Vorjahren? Das wollten wir mit unserer Consumer Research Plattform herausfinden.

Wir sahen uns die englischsprachigen Erwähnungen an, die dieses Jahr „satt haben“ und verglichen diese mit Erwähnungen aus den letzten vier Jahren.

Zwischen März und September 2020 konnten wir 2,2 Mio. Erwähnungen finden, die „dieses Jahr satt haben“. Die meisten Erwähnungen gab es im August und September. Im Vergleich zu 2019 stiegen diese Erwähnungen um 195% an. Das zeigt einen großen Anstieg in den Gesprächen, die sich negativ über dieses Jahr äußern.

Diese Entwicklung wird in den nächsten drei Monaten wahrscheinlich noch zunehmen. Es stehen zum Beispiel noch die US-Wahlen und der Brexit aus.

Was macht dieses Jahr schlimmer als andere?

Es zeigt sich, dafür gibt es einige Gründe.

Als erstes sahen wir uns die Gespräche vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2019 an. Wenn wir die Erwähnungen im Zeitverlauf betrachten, können wir sehen, dass Zeit (436.000 Erwähnugnen), Menschen (367.000 Erwähnungen) und Trump (213.000 Erwähnungen) die Top-Themen waren.

2016 war ein Jahr mit vielen Todesfällen von bekannten Persönlichkeiten und die Erwähnungen eines schlechten Jahres flachten ab, sobald dieses vorbei war. Die Todesfälle von Carrie Fisher, Prince und George Michael, und weitere trafen viele Menschen schwer. Als das Jahr vorbei war, gab es viele, die meinten, dass das neue Jahr „nicht so schlimm sein kann wie 2016“.

Aber wie wir weiter oben sehen konnten, hat 2020 das Jahr 2016 als schlechtes Jahr übertrumpft.

Wenn wir uns die Gespräche genauer ansehen, um zu sehen, warum sie „2020 satt haben“, sind die Probleme eine Mischung aus weltweiten Ereignissen und amerikanischer Politik. Hier sind einige der bisherigen Top-Themen in den „Ich habe 2020 satt“-Gesprächen:

  • Covid-19 (222.000 Erwähnungen)
  • Absage von Events (208.000 Erwähnungen)
  • Menschen (allgemein) (155.000 Erwähnungen)
  • Sommer fällt aus (144.000 Erwähnungen)
  • Trump (108.000 Erwähnungen)

Das Jahr in Emojis

Wenn wir uns die Emoji-Nutzung ansehen, können wir einen interessanten Kontrast zu unserer bisherigen Analyse feststellen.

In der folgenden Bildergalerie zeigt die erste Emoji-Wolke die Emojis, die vom Januar 2016 bis Dezember 2019 in den „Ich habe dieses Jahr satt“-Gesprächen verwendet wurden. Neben den negativen Emojis, sehen wir Emojis, die Freude, Liebe und Positivität ausdrücken.

Die zweite Emoji-Wolke zeigt die am häufigsten verwendeten Emojis in den Gesprächen von Januar bis September 2020. Hier können wir sehen, dass das Emoji mit den Lachtränen häufiger als in den Jahren zuvor verwendet wurde und aus mehr verärgerte und negative Ausdrücke gab.

Emojis in den Gesprächen von 2016-2019

Emojis in den Gesprächen von 2020

Ein emotionales Jahr

Menschen sind gestresst und bestürzt über dieses Jahr. Leider können wir die Uhren nicht vor- oder zurückstellen. Aber was auch passiert, sitzen wir alle im gleichen Boot. Empathie ist in diesen Zeiten in der zwischenmenschlichen Kommunikation ein wichtiger Faktor für den Zusammenhalt.

 

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