Unter dem Begriff Digital Detox versteht sich eine Auszeit von der Online-Welt. Wir sahen uns die Online-Gespräche zu dem Thema näher an (ja, wir sind uns dieser Ironie bewusst).
Wir sind jeden Tag 3.000 bis 5.000 Werbebotschaften ausgesetzt, ein Großteil davon mittlerweile online. Der durchschnittliche Internetnutzer hat 7 Social Media Accounts und verbringt täglich 116 Minuten auf Social Media. Wir verschicken jeden Tag 60 Milliarden Nachrichten über Facebook und Whatsapp, 500 Millionen Tweets, posten 95 Millionen Fotos auf Instagram und laut einer Studie von Deloitte checkt die Hälfte von uns innerhalb von fünf Minuten nach dem Aufwachen das Handy.. Die Zahlen zeigen die schiere Informationsüberflutung, die Internet Nutzer jeden Tag erfahren.
Die Kombination aus Informationsüberflutung, dem ständigen Gefühl erreichbar sein zu müssen und etwas zu verpassen, und dadurch bis zu 50 mal am Tag auf unser Handy sehen, führt dazu, dass sich unser Leben hektischer und gefühlt schneller vorwärts dreht. Manch einer greift dann zu einem radikalen Schnitt: eine digitale Auszeit, das Handy bleibt ausgeschaltet, eine Entgiftung von der Online-Welt, für mehr Achtsamkeit und eine höhere Produktivität. Denn die vielen Unterbrechungen durch das Handy führen dazu, dass wir uns schwerer konzentrieren können, bzw. wir brauchen eine gewisse Zeit, bis wir wieder tief in eine Sache versinken.
Wenke Husmann bei der ZEIT ONLINE sagt dazu in ihrem Artikel zu Digital Detox:
Um die Befriedigung zu erleben, eine Aufgabe gut gemeistert zu haben, brauchen wir neben Ruhe, ausreichend Schlaf und gesundem Essen absolute Konzentration. Dann können wir uns vertiefen, in unserem Tun gleichsam versinken, wir vergessen die Zeit, gehen auf im Hier und Jetzt. Wir kommen in den Flow. So der Begriff, den der Glücksforscher Mihály Csíkszentmihályi schon 1990 dafür geprägt hat. Dieser Flow macht glücklich.
Für die Analyse wurden deutschsprachige Online-Erwähnungen aus sozialen Netzwerken wie Twitter und Instagram, Foren, Blogs und Newsseiten vom 1. Juli 2018 bis 31. Dezember 2018 näher untersucht.