Die Online-Gespräche rund um Ausgaben sind im letzten Jahr stark angestiegen. Dafür gab es mehrere Gründe. Zum einen wird das Thema Geld stärker online diskutiert als noch vor ein paar Jahren und zum anderen gab es viel Gesprächsstoff über die Pandemie und die damit verbundenen Änderungen beim Einkauf. Im Einzelhandel wurden Kunden vermehrt dazu aufgerufen, ihre Einkäufe bargeldlos zu bezahlen, um das Infektionsrisiko zu reduzieren und dadurch, dass viele Unternehmen ihre Läden schließen mussten, verlagerten sie ihr Angebot in Online-Shops.
Besonders stark stiegen die Erwähnungen in 2020 zu Online-Shopping und Lieferungen (+20% und +25% im Vergleich zu den Durchschnittswerten der Vorjahre). Häufig vielen in den Diskussionen Komfort und Covid-19. Aber auch Preisvergleiche waren ein Top-Thema in den Gesprächen. Das zeigt, dass Verbrauchern Komfort beim Einkauf wichtig ist, aber sie auch auf Preise achten.
Laut Zahlen des Statistischen Bundesamts konnte der Online- und Versandhandel im letzten Jahr über 23% mehr Umsatz verzeichnen. Dadurch, dass mehr Verbraucher Zuhause und häufiger selber kochten, gaben sie 4% mehr für Lebensmittel aus. In Bereichen, in denen das Einkaufserlebnis eine große Rolle spielt, z. B. bei Schuhen und Kleidung, gaben Verbraucher hingegen wesentlich weniger Geld aus (-21,5%).
Mehr Online-Gespräche rund um Ausgaben bedeutet nicht automatisch, dass dies ein Hinweis ist, dass mehr Geld ausgegeben ist. Die Ausgangsbeschränkungen aufgrund der Pandemie führten allerdings dazu, dass Verbraucher andere Prioritäten setzen und viele aufgrund der ungewissen wirtschaftlichen Lage preissensibler geworden sind und mehr online einkaufen.